MURATHAN MUNGAN

Tschador


2008/05
Roman
Cador, Metis, Istanbul, 2004
Übersetzer: Gerhard Meier

160 Seiten
gebunden

978-3-936738-41-4

17.90 EUR (D)
18.40 EUR (A)
32.00 CHF (CH)

DIE LITERARISCHE ENTDECKUNG DER TÜRKEI

Murathan Mungan gehört zu den wenigen bedeutenden Erzählern, die von Intellektuellen genauso geliebt werden wie von einer breiten Leserschaft. Seinen Stoff schöpft er aus dem urbanen Alltag, aber auch aus orientalischen Legenden. Poesie und Politik, Realität und Traum, Tradition und Moderne sind bei ihm untrennbar miteinander verbunden.
Ein junger Mann namens Akbhar kehrt nach Jahren des Exils in sein Heimatland zurück. Ängstlich, aber auch von Hoffnung getrieben, begibt er sich auf die Suche nach den Menschen, die er in seinem Herzen aufbewahrt hat: seine Mutter, seine Schwester, seine Jugendliebe. Ein neues Regime ist an der Macht, das Land sichtbar vom Krieg zerstört. Akbhar irrt von Tür zu Tür, von Stadt zu Stadt. Am meisten verunsichert ihn der allgegenwärtige Anblick verschleierter Frauen: Der Tschador wird zu einem Symbol der Entfremdung - und entwickelt doch eine magische Anziehungskraft.
»Mungan ist in der Türkei ein Kultautor und mindestens so erfolgreich und bekannt wie Orhan Pamuk.
Er schreibt nicht nur Literatur und Songtexte - ihm sind ganze CDs gewidmet.«
Nimet Seker
Murathan Mungan, 1955 in Istanbul geboren, wuchs in Mardin im Osten der Türkei auf. Heute lebt er in Istanbul, wo er wie ein Popstar verehrt wird. Sein Werk umfasst Theaterstücke, Essays, Gedichte, Erzählungen und Romane. Mungan bekennt sich offen dazu, schwul zu sein.
Übersetzer Gerhard Meier, geboren 1957, studierte in München Romanistik. Seit 1986 lebt er in Südfrankreich, wo er als Übersetzer aus dem Französischen (Amin Maalouf, Jules Verne, Jacques Attali) und Türkischen (Hasan Ali Toptas, Orhan Pamuk, Murat Uyurkulak) tätig ist.

»Der Roman Tschador, ein schmales, hochkonzentriertes und komplexes Werk, ist das minuziöse Protokoll einer Desillusionierung, im Großen wie im Kleinen. Der Popstar Mungan widersetzt sich dem Zeitgeist. Die sprachliche Intensität, mit der er das tut, wird jegliche Rhetorik ohne Schwierigkeiten überleben.«
Christoph Schröder, Literaturen

»Eindringlich geschrieben und einfühlsam übersetzt.«
DB Mobil

»Kennen Sie Murathan Mungan? Wenn nicht, sind Sie vermutlich kein Türke. In seinem Heimatland nämlich ist Mungan seit langem ein Kultautor.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Packender Roman«
AZ Nürnberg

»In fesselnder Form schreibt Mungan über Akbhar, der nach Jahren des Exils in sein vom Krieg erschüttertes Land zurückkehrt.«
Nürnberger Zeitung

»Unfassbar! Ein Hochgenuss: Schami+Hosseini= Mungan.«
Helga Gill (Thalia, Augsburg)

»Ein wundervoller Roman, wie man sonst keinen mehr zu lesen bekommt. Weil keiner mehr so wunderbar schreibt. Dieser Roman rührt, überwältigt, bringt einen aus der Fassung. Klasse!«
Marianne Bergmeyer (Buchhandlung Taube, Nordhorn)

»Ein unglaubliches Buch - sensibel und hochpolitisch zugleich - unbedingt lesenswert!«
H. Wagner (Buchhandlung Wagner, Emstetten)

»Es ist erschütternd, mit welch klaren Worten das Entsetzen des Krieges sichtbar gemacht werden kann. Fast beiläufig, im Nebensatz. Beeindruckende Lektüre zu traurigem Thema.«
Ina-Vanessa Skorka (Bücherhimmel, Hamburg)

»Mich beeindruckt die Bandbreite dessen, was Mungan zu beschreiben imstande ist. Neben Gefühlen und Erinnerungen, deren Ursprung Rituale und Gerüche sind, stehen die harten und brutalen Realitäten. Es wirkt wie ein poetisch-melancholischer Versuch, das Unausweichliche zu bannen. Schön und schrecklich.«
Martin Gaiser (Buchhandlung Gondrom, Ulm)

»Wenn der Roman hält, was der Anfang verspricht, dann ist das ein dichter, kafkaesker, tiefer Text, der einen natürlich an Pamuk erinnert, aber seinen eigenen schönen Klang hat.«
Bettina Heinzelmann (Bücher Pustet, Regensburg)

»Eine interessante Reise in ein unbekanntes Land zwischen und hinter geheimnisvollen Schleiern!«
M. Gierth (Ketterer Kunst, Hamburg)

http://www.metiskitap.com
http://www.murathanmungan.com